Ein Arbeitszeitkonto (AZK) im Bau dokumentiert Abweichungen zwischen geleisteter und vereinbarter Arbeitszeit. Mehr- oder Minderstunden können dabei über einen bestimmten Zeitraum erfasst und nach den jeweils geltenden tariflichen, betrieblichen oder arbeitsvertraglichen Regelungen ausgeglichen werden.
Was ist ein Arbeitszeitkonto im Bau?
Ein Arbeitszeitkonto erfasst, wie viele Arbeitsstunden ein Beschäftigter im Verhältnis zur vereinbarten Arbeitszeit geleistet hat. Dadurch können Zeitguthaben oder Zeitschulden entstehen.
Im Baugewerbe haben solche Arbeitszeitmodelle besondere Bedeutung, weil Arbeitszeiten unter anderem durch saisonale und betriebliche Schwankungen beeinflusst werden können.
Welche Funktion hat ein Arbeitszeitkonto?
Das Arbeitszeitkonto dient insbesondere der nachvollziehbaren Erfassung und dem zeitlichen Ausgleich von Arbeitsstunden.
- Erfassung von Mehr- und Minderstunden
- Dokumentation von Zeitguthaben
- Ausgleich von Arbeitszeit über einen bestimmten Zeitraum
- Zuordnung geleisteter Stunden zum jeweiligen Beschäftigten
Tarifliche Einordnung im Baugewerbe
Die konkrete Ausgestaltung eines Arbeitszeitkontos richtet sich nach den jeweils anwendbaren tariflichen, betrieblichen oder arbeitsvertraglichen Regelungen.
Im Baugewerbe können dabei insbesondere branchenspezifische Tarifregelungen wie der BRTV von Bedeutung sein.
Zusammenhang mit der Baulohnabrechnung
Die im Arbeitszeitkonto dokumentierten Stunden können für die Abrechnung von Arbeitsentgelt und die Beurteilung bestimmter bauspezifischer Sachverhalte relevant sein. Das Arbeitszeitkonto selbst ist jedoch nur ein Bestandteil der zugrunde liegenden Arbeitszeitdokumentation.
Die weitergehenden Besonderheiten der Baulohnabrechnung werden deshalb getrennt im Finanzratgeber behandelt.