Ein Buchungssatz ist die formale Darstellung eines Geschäftsvorfalls in der doppelten Buchführung. Er zeigt, welche Konten im Soll und im Haben angesprochen werden.

Was ist ein Buchungssatz?

Ein Geschäftsvorfall verändert innerhalb der doppelten Buchführung mindestens zwei Konten. Der Buchungssatz stellt diese Veränderung in einer festgelegten Form dar und ordnet die beteiligten Konten der Soll- beziehungsweise Habenseite zu.

Dadurch wird ein wirtschaftlicher Vorgang in die Kontenlogik der Buchführung übertragen.

Wie ist ein Buchungssatz aufgebaut?

Die grundlegende Schreibweise eines einfachen Buchungssatzes lautet:

Sollkonto an Habenkonto

Zusätzlich gehören zum Buchungsvorgang insbesondere der Buchungsbetrag und der Bezug zum zugrunde liegenden Geschäftsvorfall beziehungsweise Beleg.

Buchungssatz und Kontierung – was ist der Unterschied?

Die Kontierung bestimmt, welchen Konten ein Geschäftsvorfall zugeordnet wird. Der Buchungssatz stellt anschließend dar, welche dieser Konten im Soll und welche im Haben gebucht werden.

Kurz gesagt: Die Kontierung bestimmt die beteiligten Konten – der Buchungssatz bildet deren Soll-Haben-Zuordnung ab.

Einfacher und zusammengesetzter Buchungssatz

Je nach Anzahl der beteiligten Konten werden insbesondere zwei Formen unterschieden:

  • Einfacher Buchungssatz: Ein Sollkonto steht einem Habenkonto gegenüber.
  • Zusammengesetzter Buchungssatz: Auf mindestens einer Seite sind mehrere Konten beteiligt.

Unabhängig von der Anzahl der beteiligten Konten müssen die Beträge auf Soll- und Habenseite übereinstimmen.

Zusammenhang mit dem Hauptbuch

Die durch Buchungssätze erfassten Geschäftsvorfälle verändern die Salden der jeweiligen Konten. Diese Konten werden im Hauptbuch systematisch zusammengeführt.

Der Buchungssatz ist damit ein grundlegendes Element der doppelten Buchführung, jedoch kein eigenständiger Buchführungsprozess.

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