Offene Posten (OPOS) sind noch nicht vollständig ausgeglichene Forderungen oder Verbindlichkeiten innerhalb der Buchführung. Sie zeigen, welche Beträge gegenüber Kunden noch ausstehen oder gegenüber Lieferanten und anderen Gläubigern noch zu begleichen sind.
Was bedeutet OPOS?
Die Abkürzung OPOS steht für Offene Posten. Gemeint sind Buchungsposten, bei denen noch ein offener Betrag besteht.
Offene Posten entstehen typischerweise im Zusammenhang mit Rechnungen und bleiben so lange bestehen, bis der jeweilige Betrag vollständig ausgeglichen ist.
In Buchhaltungssystemen werden diese Informationen häufig in einer Offene-Posten-Liste beziehungsweise OPOS-Liste zusammengefasst.
Debitorische und kreditorische offene Posten
Offene Posten können sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten betreffen:
- Debitorische OPOS: noch nicht vollständig ausgeglichene Forderungen gegenüber Kunden oder anderen Schuldnern
- Kreditorische OPOS: noch nicht vollständig ausgeglichene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten oder anderen Gläubigern
Debitorische offene Posten stehen damit in engem Zusammenhang mit der Debitorenbuchhaltung, kreditorische offene Posten mit der Kreditorenbuchhaltung.
Wann ist ein offener Posten ausgeglichen?
Ein offener Posten besteht so lange, wie noch ein auszugleichender Restbetrag vorhanden ist. Der Ausgleich kann beispielsweise durch eine Zahlung, eine Gutschrift oder eine entsprechende Verrechnung erfolgen.
Bei einer Teilzahlung wird der offene Betrag lediglich reduziert. Der verbleibende Rest bleibt weiterhin als offener Posten bestehen.
Offen, fällig und überfällig – was ist der Unterschied?
Ein offener Posten ist nicht automatisch fällig oder überfällig. Eine Kundenforderung kann bereits als offener Posten geführt werden, obwohl das vereinbarte Zahlungsziel noch nicht erreicht ist.
Für die weitere Bearbeitung ist deshalb zusätzlich zu prüfen, wann die Forderung fällig wird und ob die Zahlungsfrist bereits überschritten wurde.
Kurz gesagt: „Offen“ beschreibt den buchhalterischen Ausgleichsstatus – „fällig“ und „überfällig“ beziehen sich auf den Zeitpunkt der geschuldeten Zahlung.
OPOS und Forderungsmanagement – was ist der Unterschied?
Offene Posten bilden den buchhalterischen Status noch nicht ausgeglichener Forderungen oder Verbindlichkeiten ab.
Das Forderungsmanagement beschreibt dagegen die übergeordnete Überwachung und Steuerung des Forderungsbestands gegenüber Kunden.
OPOS und Mahnwesen – was ist der Unterschied?
Das Mahnwesen betrifft die Bearbeitung fälliger, noch nicht beglichener Kundenforderungen.
Eine OPOS-Liste kann dafür Informationen über bestehende Forderungen und deren offenen Betrag liefern. Ein offener Posten allein bedeutet jedoch noch nicht, dass bereits eine Mahnung erforderlich ist.