Forderungsmanagement bezeichnet die systematische Überwachung und Steuerung von Forderungen eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden. Dazu gehören insbesondere der Überblick über offene Forderungen, deren Fälligkeit und der jeweilige Zahlungsstatus.
Was ist Forderungsmanagement?
Forderungen entstehen beispielsweise, wenn ein Unternehmen eine Lieferung oder Leistung erbracht und eine Rechnung gestellt hat, die noch nicht vollständig bezahlt wurde.
Das Forderungsmanagement betrachtet diese Forderungen von ihrer Entstehung bis zu ihrem Ausgleich und schafft Transparenz darüber, welche Beträge noch offen, fällig oder bereits bezahlt sind.
Welche Bereiche gehören zum Forderungsmanagement?
Zu den grundlegenden Bereichen gehören insbesondere:
- Überblick über offene Kundenforderungen
- Überwachung von Fälligkeiten und Zahlungsstatus
- Zuordnung beziehungsweise Berücksichtigung von Zahlungseingängen
- Erkennung überfälliger Forderungen
- Übergang in das Mahnwesen, wenn Forderungen nicht fristgerecht beglichen werden
Forderungsmanagement und Debitorenbuchhaltung – was ist der Unterschied?
Die Debitorenbuchhaltung erfasst Forderungen, Ausgangsrechnungen und Zahlungseingänge buchhalterisch.
Das Forderungsmanagement nutzt diese Informationen zur Überwachung des Forderungsbestands und seines Zahlungsstatus.
Kurz gesagt: Die Debitorenbuchhaltung dokumentiert Forderungen – das Forderungsmanagement überwacht deren offenen und fälligen Bestand.
Offene Posten und Mahnwesen – wie unterscheiden sie sich?
Offene Posten (OPOS) bezeichnen noch nicht ausgeglichene Forderungen oder Verbindlichkeiten. Sie liefern damit wichtige Informationen über den aktuellen Forderungsbestand.
Das Mahnwesen betrifft dagegen insbesondere die Bearbeitung fälliger beziehungsweise überfälliger Forderungen und ist damit ein Teilbereich des Forderungsmanagements.