External accounting

External accounting bezeichnet ein dauerhaft eingerichtetes Zusammenarbeitsmodell, bei dem ein externer Dienstleister vereinbarte Aufgaben der laufenden Financial accounting regelmäßig für ein Unternehmen durchführt.

Im Mittelpunkt stehen wiederkehrende Abläufe, feste Ansprechpartner, geregelte Datenwege und ein verlässlicher Monatsrhythmus. Der konkrete Aufgabenbereich wird im Leistungsumfang festgelegt.

Externe Finanzbuchhaltung als Betriebsmodell

Nach der Einrichtung wird die externe Finanzbuchhaltung Bestandteil der laufenden kaufmännischen Organisation. Unternehmen und Dienstleister arbeiten nach einem festgelegten Ablauf zusammen.

Das Betriebsmodell regelt insbesondere:

  • welche Gesellschaften und Buchungsbereiche betreut werden
  • welche Systeme verwendet werden
  • wann Unterlagen bereitzustellen sind
  • wie Rückfragen und Freigaben bearbeitet werden
  • wann Konten abgestimmt werden
  • welche Auswertungen bereitgestellt werden
  • wie Daten an weitere Beteiligte übergeben werden

Rollen und Zuständigkeiten

Company

Das Unternehmen stellt die Buchungsgrundlagen vollständig und termingerecht bereit, gibt betriebliche Sachverhalte frei und beantwortet Rückfragen zu Geschäftsvorfällen. Zahlungsentscheidungen und unternehmerische Freigaben bleiben in der internen Zuständigkeit.

Accounting service providers

Der Dienstleister verarbeitet die übergebenen Unterlagen im vereinbarten Umfang, führt die vorgesehenen Abstimmungen durch, dokumentiert Korrekturen und stellt die vereinbarten Buchhaltungsauswertungen bereit.

Steuerberatende Stelle

Eine beauftragte steuerberatende Stelle übernimmt gesonderte Aufgaben wie Jahresabschluss, Steuererklärungen oder steuerliche Beratung. Die externe Finanzbuchhaltung stellt dafür die erforderlichen laufenden Buchhaltungsdaten zur Verfügung.

Typische Zusammenarbeit im Monatsrhythmus

  1. Das Unternehmen stellt die Unterlagen bis zum vereinbarten Stichtag bereit.
  2. Der Dienstleister prüft die Daten auf Vollständigkeit und Verarbeitbarkeit.
  3. Die laufenden Geschäftsvorfälle werden im vereinbarten Umfang verarbeitet.
  4. Offene Fragen werden an die zuständigen Ansprechpartner übermittelt.
  5. Bank, Kasse, offene Posten und vereinbarte Konten werden abgestimmt.
  6. Erforderliche Korrekturen werden nachvollziehbar verarbeitet.
  7. Die vereinbarten Auswertungen werden bereitgestellt.
  8. Erforderliche Daten werden an den bestehenden Steuerberater übergeben.

Rule of thumb

Ein verbindlicher Monatskalender legt fest, wann Unterlagen, Rückfragen, Kontenabstimmungen und Auswertungen bearbeitet werden.

Mögliche Systemmodelle

Die externe Finanzbuchhaltung kann technisch unterschiedlich organisiert werden:

  • Bearbeitung im Buchhaltungssystem des Unternehmens
  • Nutzung einer gemeinsam zugänglichen digitalen Plattform
  • Bearbeitung im System des Dienstleisters mit geregeltem Datenexport
  • Aufgabenteilung zwischen mehreren verbundenen Systemen über definierte Schnittstellen

Entscheidend sind nachvollziehbare Datenwege, geregelte Zugriffsrechte, eine vollständige Änderungshistorie und die Verfügbarkeit der aufbewahrungspflichtigen Unterlagen.

Qualität und laufende Kontrollen

Für eine verlässliche Zusammenarbeit sollten überprüfbare organisatorische Vorgaben bestehen. Dazu gehören insbesondere:

  • feste Bereitstellungs- und Bearbeitungsfristen
  • benannte Ansprechpartner und Vertretungen
  • regelmäßige Konten- und Schnittstellenabstimmungen
  • definierte Verfahren für fehlende Unterlagen
  • nachvollziehbare Korrekturprozesse
  • geregelte Zugriffs- und Berechtigungskonzepte
  • festgelegte Eskalationswege bei Verzögerungen

Die Verantwortung des Dienstleisters für die ordnungsgemäße Ausführung der übernommenen Aufgaben ergänzt die gesetzlichen Pflichten des Unternehmens.

Zusammenarbeit mit dem bestehenden Steuerberater

Externe Finanzbuchhaltung kann unabhängig davon eingerichtet werden, welcher Steuerberater das Unternehmen betreut. Die Zusammenarbeit wird über eine geregelte Datenschnittstelle organisiert.

Typische Übergaben umfassen:

  • Buchungsdaten und Kontennachweise
  • Summen- und Saldenlisten
  • offene Posten
  • abgestimmte Bank- und Kassenkonten
  • Belege und ergänzende Dokumentationen
  • Informationen zu offenen Klärungsfällen

Legal framework

Die externe Durchführung laufender Buchführungsarbeiten richtet sich nach dem zulässigen Tätigkeitsumfang des Dienstleisters. § 6 Nr. 4 StBerG erlaubt unter den dort festgelegten Qualifikations- und Praxiserfordernissen das Buchen laufender Geschäftsvorfälle.

Die gesetzlichen Buchführungspflichten des Unternehmens bestehen auch bei externer Bearbeitung fort. Bei digitalen Verfahren sind außerdem die Anforderungen der GoBD an Nachvollziehbarkeit, Aufbewahrung und Datenzugriff zu berücksichtigen.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

  • Outsource accounting bezeichnet die allgemeine Entscheidung über eine externe Aufgabenverteilung.
  • Outsource financial accounting beschreibt den konkreten Leistungsumfang der übertragenen Finanzbuchhaltungsaufgaben.
  • External accounting bezeichnet die dauerhaft eingerichtete laufende Zusammenarbeit.
  • Outsourcing Accounting beschreibt die organisatorische Umstellung und Einführung der externen Bearbeitung.

Typical sources of error

  • fehlende feste Termine für Unterlagen und Auswertungen
  • nicht eindeutig benannte Ansprechpartner
  • ungeklärte Vertretung bei Ausfällen
  • fehlende Regeln für Rückfragen und Freigaben
  • nicht abgestimmte System- und Datenschnittstellen
  • unklare Übergabe an den bestehenden Steuerberater
  • fehlende Kontrollen des laufenden Buchungsstands

FAQ

Was ist externe Finanzbuchhaltung?

Externe Finanzbuchhaltung ist ein dauerhaftes Zusammenarbeitsmodell, bei dem ein Dienstleister vereinbarte Aufgaben der laufenden Finanzbuchhaltung regelmäßig übernimmt.

Wie läuft die Zusammenarbeit im Alltag ab?

Unterlagen, Rückfragen, Buchungen, Kontenabstimmungen und Auswertungen werden nach einem festgelegten Monatskalender zwischen Unternehmen und Dienstleister bearbeitet.

Kann das vorhandene Buchhaltungssystem weitergenutzt werden?

Ja. Die Bearbeitung kann im System des Unternehmens, auf einer gemeinsamen Plattform oder im System des Dienstleisters erfolgen. Entscheidend sind geregelte Zugriffe und Datenwege.

Kann der bestehende Steuerberater eingebunden bleiben?

Ja. Buchungsdaten, Belege und Auswertungen können über eine festgelegte Schnittstelle an den bestehenden Steuerberater übergeben werden.

Conclusion

Externe Finanzbuchhaltung ist ein dauerhaft organisiertes Betriebsmodell für die laufende Zusammenarbeit mit einem Buchhaltungsdienstleister. Feste Termine, klare Rollen, geregelte Systemzugriffe und eine verlässliche Übergabe an den bestehenden Steuerberater sichern den monatlichen Ablauf.

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