Net pay optimisation, auch Entgeltoptimierung genannt, bezeichnet die Gestaltung der Vergütungsstruktur unter Nutzung gesetzlich vorgesehener steuerlicher oder sozialversicherungsrechtlicher Begünstigungen. Ziel ist es, Vergütungsbestandteile innerhalb der jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen möglichst günstig für das Nettoentgelt zu gestalten.
Was ist Nettolohnoptimierung?
Arbeitsentgelt kann aus unterschiedlichen Vergütungsbestandteilen bestehen. Neben dem regulären Gross wage können beispielsweise weitere Arbeitgeberleistungen Bestandteil der Vergütung sein.
Für bestimmte Leistungen sieht das Steuer- oder Sozialversicherungsrecht besondere Regelungen vor. Nettolohnoptimierung beschreibt die Gestaltung einer Vergütungsstruktur unter Berücksichtigung solcher gesetzlichen Begünstigungen.
Der Begriff bezeichnet dabei keinen eigenen Abrechnungsvorgang. Die einzelnen Vergütungsbestandteile werden weiterhin innerhalb der regulären Payroll verarbeitet.
Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung
Ob ein Vergütungsbestandteil steuerfrei, steuerpflichtig oder pauschal besteuert werden kann, richtet sich nach den jeweils geltenden steuerrechtlichen Voraussetzungen.
Davon getrennt ist zu beurteilen, ob die Leistung zum sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt gehört. Steuerliche Begünstigung und sozialversicherungsrechtliche Beitragsfreiheit sind deshalb nicht pauschal gleichzusetzen.
Was bedeutet „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“?
Bei verschiedenen steuerlich begünstigten Arbeitgeberleistungen setzt das Gesetz voraus, dass die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht wird.
Eine solche Zusätzlichkeit liegt nach § 8 Abs. 4 EStG unter anderem nicht vor, wenn der bestehende Anspruch auf Arbeitslohn zugunsten der zusätzlichen Leistung herabgesetzt wird. Ob eine Entgeltumwandlung zulässig ist, hängt deshalb von der jeweiligen gesetzlichen Regelung des konkreten Vergütungsbestandteils ab.
Nettolohnoptimierung und Nettolohn – was ist der Unterschied?
The Net wage beziehungsweise das Nettoentgelt ist das rechnerische Ergebnis nach Berücksichtigung der maßgeblichen gesetzlichen Abzüge.
Nettolohnoptimierung bezeichnet dagegen die vorgelagerte Gestaltung der Vergütungsstruktur. Sie beschreibt somit nicht einen bestimmten Nettobetrag, sondern die rechtliche und vergütungsbezogene Einordnung unterschiedlicher Entgeltbestandteile.
Zusammenhang mit Lohnarten
Unterschiedliche Vergütungsbestandteile werden in einem Abrechnungssystem über entsprechende Types of remuneration abgebildet.
Die technische Lohnart bestimmt jedoch nicht selbst die steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Rechtslage. Sie muss vielmehr die fachlich und rechtlich zutreffende Behandlung des jeweiligen Vergütungsbestandteils abbilden.