Betriebsprüfung ist eine steuerliche Außenprüfung durch die Finanzverwaltung. Ziel ist die Überprüfung der steuerlichen Verhältnisse eines Unternehmens anhand der Buchführung, der Belege und der zugrunde liegenden Prozesse.

Grundlagen

Im Rahmen einer Betriebsprüfung werden insbesondere die Finanzbuchhaltung, Buchungsbelege, Verträge und steuerlich relevante Aufzeichnungen geprüft. Die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung im Sinne der ordnungsmäßigen Buchführung steht dabei im Mittelpunkt.

Die Prüfung kann mehrere Steuerarten und mehrere Veranlagungszeiträume umfassen.

Rechtlicher Rahmen

Die Betriebsprüfung ist gesetzlich vorgesehen und dient der gleichmäßigen Besteuerung. Unternehmen sind verpflichtet, prüfungsrelevante Unterlagen vorzulegen und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben einen Datenzugriff zu ermöglichen.

Bei digital geführten Systemen sind insbesondere die Anforderungen der GoBD relevant.

Systematische Einordnung im Compliance-Cluster

Eine strukturierte Organisation dieser Bereiche erleichtert die Prüfung erheblich.

Datenzugriffsarten und digitale Prüfmethoden

Bei elektronischer Buchführung kann die Finanzverwaltung auf steuerlich relevante Daten zugreifen. In der Praxis kommen unterschiedliche Formen des Datenzugriffs zum Einsatz:

  • Unmittelbarer Zugriff: Einsichtnahme in das eingesetzte Buchführungssystem.
  • Mittelbarer Zugriff: Auswertung durch das Unternehmen nach Vorgaben der Prüfer.
  • Datenträgerüberlassung: Bereitstellung strukturierter Datenbestände zur externen Auswertung.

Digitale Prüfmethoden ermöglichen die Analyse großer Datenmengen, z. B. durch systematische Filter- und Plausibilitätsprüfungen.

Typischer Ablauf

  1. Ankündigung der Prüfung
  2. Vorbereitung und Zusammenstellung der Unterlagen
  3. Datenbereitstellung und Auswertung
  4. Rückfragen und Abstimmungen
  5. Abschlussbesprechung und Ergebnisfeststellung

Vorbereitungsschwerpunkte in der Praxis

Eine transparente Organisation der Prozesse reduziert Rückfragen und unterstützt eine sachliche Prüfungsdurchführung.

Typische Fehlerquellen

  • Unvollständige oder unsystematische Belegablage
  • Fehlende Dokumentation von Prozessänderungen
  • Unklare Zuständigkeiten im Rechnungswesen
  • Nicht nachvollziehbare Datenänderungen in digitalen Systemen

FAQ

Kann jedes Unternehmen geprüft werden?

Grundsätzlich ja. Die Auswahl erfolgt nach verwaltungsinternen Kriterien.

Welche Rolle spielen digitale Systeme?

Bei elektronischer Buchführung können strukturierte Datenanalysen Bestandteil der Prüfung sein.

Wie kann man sich vorbereiten?

Durch ordnungsgemäße Buchführung, dokumentierte Prozesse und vollständige Datenbereitstellung.

Fazit

Die Betriebsprüfung ist ein reguläres Instrument der steuerlichen Kontrolle. Eine strukturierte Organisation der Buchführung, dokumentierte Prozesse und nachvollziehbare Daten bilden die Grundlage für eine sachliche und transparente Prüfungsdurchführung.

Autor die BAS* Redaktion Leistungen gem. § 6 Nr. 3 und 4 StBerG, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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